Mrz
08
2010
Protein des Cholera-Bakteriums steuert Biofilm-Bildung
Auf eine geheime Botschaft hin verbinden sich Bakterien zu einem Biofilm. Dieser so genannte sekundäre Botenstoff erhöht bei dem Cholera-Erreger Vibrio cholerae sogar noch seine unheilvolle Wirkung: Die Matrix des Bakterienverbands löst beim Menschen weitere zahlreiche chronische Infektionen aus. Das Signal ist bekannt, auf das hin Vibrio sesshaft wird, nun haben US-Forscher auch den zentralen Regulator entdeckt: Bindet sich der Botenstoff an das Protein VpsT des Bakteriums, so startet ein genetisches Programm, das am Ende zu einem stabilen Netzwerk führt. Das geklärte Zusammenwirken von Botenstoff und seinem Rezeptor öffnet die Chance, mit neuen Medikamenten die gefährliche Vernetzung der Bakterien zu verhindern.
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Jan
28
2010
Ein Wirkstoff aus der Süßholzwurzel könnte gegen Infektionen nach Verbrennungen helfen
Ein Bestandteil der Süßholzpflanze scheint eine heilende Wirkung bei lebensbedrohlichen Infektionen zu haben, die nach Verbrennungen häufig auftreten. Zu diesem Ergebnis sind US-Forscher in einer Untersuchung mit Mäusen gekommen. Der Wirkstoff Glycyrrhizin, der aus der Süßholzwurzel gewonnen wird, verbessert offenbar die Fähigkeit der geschädigten Haut, sich gegen Bakterien zu verteidigen. Glycyrrhizin könnte in Zukunft insbesondere dazu beitragen, antibiotikaresistente Krankheitserreger zu bekämpfen, schreiben die Wissenschaftler um Fujio Suzuki von der University of Texas in Galveston.
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Nov
26
2009
Mikrobiologische Mängel: zwölf untersuchte Anlagen beanstandet
Wien – Im Rahmen einer vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) angeordneten Schwerpunktaktion wurde von Februar bis April 2009 der Hygienestatus von Schankanlagen in Gasthausbrauereien in drei Bundesländern (Oberösterreich, Tirol und Salzburg) durchgeführt. Insgesamt wurden 25 Proben gezogen und von der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, bewertet. Zwölf der 25 Proben wurden wegen mikrobiologischer Mängel beanstandet.
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Okt
29
2009
Nach Brüchen und Hüftoperationen bilden sich oft Keim-Kolonien, die chronische Entzündungen verursachen.
Biofilm1.pdf downloaden
Biofilm2.pdf downloaden
Sep
18
2009
Gefährliche Mykobakterien in Duschköpfen – Keime sind resistent gegen Chlor
Washington – Bakterien lieben Duschköpfe. In der warmen, dunklen und feuchten Umgebung im Inneren der Brausen können sich sogenannte Biofilme bilden, in denen sich Bakterien konzentrieren, berichten Wissenschafter in den “Proceedings” der amerikanischen Akademie der Wissenschaften vom Montag.
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Jul
23
2009
Forscher vermuten: Tuberkulosebakterien können Sporen ausbilden und so jahrelang unversehrt überdauern.
Tuberkulosebakterien bei Fischen können Sporen bilden, haben schwedische Forscher entdeckt. In diesen Dauerstadien können Bakterien ungünstige und extreme Umweltbedingungen überstehen und sogar nach Jahrzehnten noch infektiös sein. Diese Entdeckung widerlegt die allgemeine Annahme, nach der diese Gattung von Bakterien, die Mykobakterien, keine Sporen bilden. Zu den Mykobakterien gehört auch der Erreger der Tuberkulose beim Menschen, Mycobacterium tuberculosis. Nun könne man möglicherweise verstehen, wie Mykobakterien “überwintern” und auch nach Jahren noch Infektionen auslösen können, berichtet Leif Kirsebom vom Biomedizinischen Zentrum der Universität Uppsala.
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Jul
02
2009
Eisenoxid-Nanopartikel wirken auch gegen die hartnäckigen Bakterienkonglomerate.
US-Forscher wollen hartnäckigen Infektionen auf Kathetern und Gelenkprothesen mit winzigen Teilchen aus oxidiertem Eisen zu Leibe rücken: Im Gegensatz zu vielen Medikamenten sind die nur wenige Millionstel Millimeter großen Eisenoxidpartikel nämlich in der Lage, die gefürchteten Biofilme anzugreifen und die Keime darin abzutöten, konnten die Wissenschaftler in ersten Laborversuchen zeigen …
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Jun
04
2009
Forscher finden mehr Bakterien auf der menschlichen Haut als erwartet.
Auf der menschlichen Haut tummeln sich mehr Bakterien als bisher angenommen: Forscher haben mit Genanalysen bei gesunden Menschen Bakterien aus mehr als 200 Gattungen gefunden. Mit durchschnittlich 44 Bakterienarten entdeckten die Wissenschaftler die größte Vielfalt auf dem Unterarm, hinter dem Ohr lebten die wenigsten – im Schnitt 14. Die Ergebnisse sollen helfen, den Einfluss von Bakterien auf Hautkrankheiten wie Ekzeme und Akne zu verstehen, berichten Elizabeth Grice vom National Human Genome Research Institute in Bethesda und ihre Kollegen.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/303993.html
Quelle:
© wissenschaft.de, Konradin Relations GmbH 2006
Elizabeth Grice (National Human Genome Research Institute, Bethesda) et al.: Science, Bd. 324, S. 1190, doi: 10.1126/science.1171700
ddp/wissenschaft.de – Bele Boeddinghaus