Jun
20
2011
Bakterium im Verdauungstrakt der Anopheles-Mücke macht dem Malariaerreger den Garaus.
Forscher haben ein natürlich vorkommendes Darmbakterium in der Anophelesmücke entdeckt, das den Malariaerreger bereits im Insekt vernichten kann: Ist der spezielle Enterobacter-Stamm Teil der mikrobiellen Flora im Verdauungssystem der Mücke, ist sie gegen den Malariaerreger resistent und kann somit nicht zum Überträger der gefährlichen Erkrankung werden. Die Forscher um George Dimopoulos von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore sehen in dieser Entdeckung eine Möglichkeit, die Malaria an der Wurzel zu packen, indem man den Erreger durch gezielten Einsatz des Bakteriums bereits in der Mücke ausschaltet.
Jan
13
2011
Artenvielfalt sichert die Gesundheit des Menschen
Der zunehmende Verlust der Artenvielfalt fördert die Verbreitung von Krankheitserregern und gefährdet so die Gesundheit des Menschen. Zu dieser Schlussfolgerung kommen US-amerikanische Forscher nach der Auswertung einiger früherer Studie zum Thema. Der Grund für den Anstieg der Infektionskrankheiten bestehe vor allem darin, dass sich dank des Aussterbens vieler Tiere und Pflanzen vor allem Organismen vermehren können, die die Verbreitung von Krankheitserregern direkt oder indirekt fördern. Betroffen seien dabei alle möglichen pathogenen Organismen – Viren, Bakterien und auch Pilze, berichtet das Team um Felicia Keesing vom Bard College in New York.
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Dez
23
2010
Wer kennt ihn nicht – den muffigen Geruch in öffentlichen Verkehrsmitteln, älteren Autos oder von Sitzgarnituren. Ursache dafür kann Feuchtigkeit aus Schweiß, verschütteten Flüssigkeiten und Kondenswasser sein, der sich in den Sitzpolstern ansammelt und dort das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien ermöglicht.
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Dez
17
2010
Warum macht Kälte eigentlich krank?, fragte Karin Pollack den Infektiologen Florian Thalhammer. Ein Gespräch über die Intelligenz von Keimen, Antibiotikamissbrauch und die Volksgesundheit.
Hier zum Interview …
Nov
11
2010
Jeder zehnte bis zwanzigste Patient in deutschen Kliniken steckt sich mit Bakterien an. Für 10.000 bis 40.000 Patienten enden die sogenannten Krankenhausinfektionen tödlich. Jahr für Jahr. Woher die Keime kommen und wie schnell sie sich im Krankenzimmer ausbreiten können, demonstriert der Mikrobiologe Dr. Alexander Friedrich jungen Medizinern in Münster. Im Uniklinikum unterzieht er die Berufsanfänger jedes Jahr einem – scheinbar – simplen Hygienetest. Mit erschreckendem Ergebnis.
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Sep
13
2010
Listerien vermehren sich in Eiskästen und Kühlhäusern – Wie gefährlich ist der Verzehr von Rohmilchprodukten, Käse und Räucherfischen tatsächlich?
Sie sind allgegenwärtig, tummeln sich in der Erde, auf Wiesen, im Meerwasser und vielleicht auch im heimischen Kühlschrank. Die Rede ist von Bakterien der Gattung Listeria. Unter ihnen kann die Art L. monocytogenes bei Menschen schwere Krankheiten auslösen. Listeriose ist zwar eine seltene Diagnose, ihre Häufigkeit nimmt aber zu. In Österreich wurden 1998 nur vier Listeriose-Fälle registriert, 2008 waren es 31 und im vergangenen Jahr 46. Die Infektionsquellen sind meist kontaminierte Lebensmittel, vor allem Rohmilch, Käse, Räucherfisch, Meeresfrüchte und Fleischprodukte. Von einem einzelnen Keim geht keine Bedrohung aus, bedenklich wird die Situation ab einer Bakteriendichte von 100.000 Zellen pro Gramm.
Interview mit Infektiologe Franz Allerberger (Leiter AGES – Bereich Humanmedizin)
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Jul
05
2010
Streit unter Mikroben löst beim Menschen gefährliche Infektionen aus.
Bekämpfen Bakterien im Menschen einander, erleidet der Wirt meist Kollateralschäden. Ein US-Forscherteam hat in einer Studie festgestellt, warum zunächst harmlose Bakterien zu einer lebensgefährlichen Bedrohung werden: Die Mikroben stehen in einem ständigen Konkurrenzkampf um die besten Standorte zur Besiedelung des Menschen. Einige haben dabei besondere Waffen entwickelt, die unangenehme Nebenwirkungen haben. So kann etwa der Wettstreit zwischen zwei Bewohnern der Nasenschleimhaut auch schwerwiegende Infektionen beim Menschen auslösen wie eine Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung. Bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten müsse deshalb künftig auch die Interaktion der Mikroben berücksichtigt werden.
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Jun
29
2010
Biochemiker erhöhen Hitzeresistenz beim Bakterium Escherichia coli
Mit der Produktion von Hitzeschutzproteinen passen sich Bakterien an höhere Temperaturen an. Allerdings kostet der Schutz Kraft: Die Mikroorganismen wachsen dadurch langsamer. Das hat ein Forscherteam der Technischen Universität München (TUM) festgestellt, als es durch Züchtung das Bakterium Escherichia coli an ein Überleben bei Temperaturen von über 48,5 Grad Celsius gewöhnte – 11,5 Grad mehr als die übliche Wohlfühltemperatur. Die Mikroben produzieren bei Hitze das Protein GroE. Diese wiederum stabilisiert andere Proteine, die bei hohen Temperaturen ihre Form verlieren.
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Jun
07
2010
Referenzbibliothek als Grundlage für weitere Forschungen geschaffen
Houston/Rockville (pte/21.05.2010/10:00) – Die gesamte DNA-Sequenz von 178 Mikroben, die in oder auf dem menschlichen Körper leben, ist von einem amerikanischen Wissenschaftlerteam entschlüsselt worden. Untersucht werden soll nun, wie die große Menge an Keimen, die Haut, Mund, Magen und Brustkorb bevölkern, Krankheiten verursachen können. Das Konsortium plant das Genom von 900 Bakterien und Viren zu analysieren. Die ersten in Science http://www.sciencemag.org veröffentlichten Forschungsergebnisse werden in Zukunft als Referenzbibliothek dienen, um neu entschlüsselte Sequenzen in einen Kontext zu stellen.
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Mai
31
2010
Gutartige Mikroorganismen schützen vor Krankheitserregern
Gutartige Bakterien bilden eine Verteidigungslinie gegen gefährliche Krankheitserreger und senken somit das Risiko für Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen. Der Feind ist in diesem Fall Staphylococcus aureus, ein auf der Haut und den Schleimhäuten vorkommendes Bakterium, das lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen kann. Nun hat ein Forscherteam …
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