Archive for Juni, 2010

Jun 29 2010

“Coole Bakterien”

Biochemiker erhöhen Hitzeresistenz beim Bakterium Escherichia coli

Mit der Produktion von Hitzeschutzproteinen passen sich Bakterien an höhere Temperaturen an. Allerdings kostet der Schutz Kraft: Die Mikroorganismen wachsen dadurch langsamer. Das hat ein Forscherteam der Technischen Universität München (TUM) festgestellt, als es durch Züchtung das Bakterium Escherichia coli an ein Überleben bei Temperaturen von über 48,5 Grad Celsius gewöhnte – 11,5 Grad mehr als die übliche Wohlfühltemperatur. Die Mikroben produzieren bei Hitze das Protein GroE. Diese wiederum stabilisiert andere Proteine, die bei hohen Temperaturen ihre Form verlieren.

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Jun 17 2010

Lieber blutig als durchgebraten

Scharf Angebratenes begünstigt Blasentumorbildung

Wer große Mengen lange und scharf angebratenes Fleisch vertilgt, riskiert einen Blasentumor. Diesen Zusammenhang haben US-Wissenschaftler herausgefunden, die Daten von über 1700 Patienten über zwölf Jahre ausgewertet haben. Bei der Untersuchungsgruppe mit dem höchsten Konsum roter Fleischsorten lag das Risiko einer Blasenkrebserkrankung um die Hälfte über dem der Gruppe, die weniger rotes Fleisch verspeiste. Auslöser sind die sogenannten heterozyklischen aromatischen Amine, die sich ab einer Temperatur von 220 Grad verstärkt bei der Zubereitung von Muskelfleisch bilden. Beim Kochen und Dünsten oder dem Garen in der Mikrowelle entsteht die unerwünschte Substanz nicht.

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Jun 07 2010

Gene von 178 Mikroben des Menschen entschlüsselt

Referenzbibliothek als Grundlage für weitere Forschungen geschaffen

Houston/Rockville (pte/21.05.2010/10:00) – Die gesamte DNA-Sequenz von 178 Mikroben, die in oder auf dem menschlichen Körper leben, ist von einem amerikanischen Wissenschaftlerteam entschlüsselt worden. Untersucht werden soll nun, wie die große Menge an Keimen, die Haut, Mund, Magen und Brustkorb bevölkern, Krankheiten verursachen können. Das Konsortium plant das Genom von 900 Bakterien und Viren zu analysieren. Die ersten in Science http://www.sciencemag.org veröffentlichten Forschungsergebnisse werden in Zukunft als Referenzbibliothek dienen, um neu entschlüsselte Sequenzen in einen Kontext zu stellen.

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