Mrz
29
2010
Freiburg – Das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg hat ein „Kompetenzteams Händehygiene“ etabliert. Die Wissenschaftler führen in den kommenden zwei Jahren systematische, praxisnahe Studien zur Verträglichkeit von Händehygienepräparaten durch.
„Es gibt bisher wenig wissenschaftlich hochwertige Studien zur Verträglichkeit von Händehygieneprodukten. Dies möchten wir ändern“, sagt Institutsdirektor Volker Mersch-Sundermann. Dadurch will das Kompetenzteam die Händehygiene in Krankenhäusern und Praxen weiter verbessern.
Dazu gehört auch, optimal verträgliche Präparate zu entwickeln. Hier sieht Teamleiter Markus Dettenkofer noch erhebliches Verbesserungspotenzial: „Nach der Einführung von farbstoff- und parfümfreien Händedesinfektionsmitteln müssen nun weitere Optimierungen erreicht werden“, sagt der Sektionsleiter Krankenhaushygiene.
Neben den Forschungsarbeiten berät das Kompetenzteam innerhalb des Universitätsklinikums Freiburg wie auch extern zu Fragen der angewandten Händehygiene. © hil/aerzteblatt.de
Quelle: www.aerzteblatt.de
Mrz
22
2010
Seattle – Die tägliche Ganzkörperwäsche der Patienten mit chlorhexidin-haltigen Tüchern hat an einem US-amerikanischen Traumazentrum die Rate der nosokomialen Infektionen deutlich gesenkt, wie die Mediziner in den Archives of Surgery (2010; 145: 240-246) berichten.
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Mrz
08
2010
Protein des Cholera-Bakteriums steuert Biofilm-Bildung
Auf eine geheime Botschaft hin verbinden sich Bakterien zu einem Biofilm. Dieser so genannte sekundäre Botenstoff erhöht bei dem Cholera-Erreger Vibrio cholerae sogar noch seine unheilvolle Wirkung: Die Matrix des Bakterienverbands löst beim Menschen weitere zahlreiche chronische Infektionen aus. Das Signal ist bekannt, auf das hin Vibrio sesshaft wird, nun haben US-Forscher auch den zentralen Regulator entdeckt: Bindet sich der Botenstoff an das Protein VpsT des Bakteriums, so startet ein genetisches Programm, das am Ende zu einem stabilen Netzwerk führt. Das geklärte Zusammenwirken von Botenstoff und seinem Rezeptor öffnet die Chance, mit neuen Medikamenten die gefährliche Vernetzung der Bakterien zu verhindern.
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Mrz
01
2010
Dallas – Die Diagnosen der nicht perforierenden Appendizitis steigen seit 1995 wieder an, während sie zuvor allmählich zurückgegangen waren. Eine nahezu parallele Entwicklung bei der Influenza veranlasst einen Chirurgen in den Archives of Surgery (2010; 145: 63-71) über eine virale Genese der Erkrankung nachzudenken.
Die Ursache der Appendizitis, die häufigste Indikation für einen bauchchirurgischen Eingriff, liegt völlig im Dunkeln. Gegen die Vermutung, dass eine Obstruktion, etwa durch Kot, der Auslöser ist, spricht, dass der intraluminale Druck im Appendix bei fortgeschrittener Entzündung steigt und so gut wie nie Kotsteine oder andere Konkremente gefunden werden.
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